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Avocado Die Heimat der Avocado ist das tropische und subtropische Zentralamerika. Avocados werden roh verzehrt. Da ihr Fruchtfleisch an der Luft schnell oxidiert und dadurch schwarz wird, sollte es mit Zitronensaft beträufelt werden.

Hauptbestandteil der Avocado sind ungesättigte Fettsäuren, überwiegend handelt es sich dabei um Ölsäure. Aufgrund ihres hohen Fettgehalts von bis zu 30 Prozent ist die Avocado sehr kalorienreich. Sie enthält pro 100 Gramm 220 Kilokalorien. Avocados sind reich an Mineralstoffen, vor allem Magnesium, Kalium und Eisen. Nicht zuletzt machen die Vitamine der B-Gruppe, das Provitamin A alsVorstufe des Vitamin A und die Vitamine E und K die Avocado zu einem Lebensmittel mit beträchtlichem Nährwert.

Das Avocadofett wird zur Gewinnung von Speiseöl und für kosmetische Zwecke verwendet. Avocados verhindern die Bildung von verschiedenen Bakterien im Darm und helfen bei der Regulierung des Cholesterinhaushalts. Zerdrückte Avocados können auf das Gesicht aufgetragen werden und wirken so ideal gegen Hauttrockenheit.

Blumenkohl Der Blumenkohl stammt aus dem Orient und kam vermutlich über Italien nach Europa. Neben der bekannten weißen Form gibt es auch Sorten mit gelben oder violetten Köpfen. Wie Brokkoli ist auch er frostempfindlich.

Saison:
Blumenkohl ist im März, April sowie von Juli bis Oktober erhältlich.

Nährwert:
100 Gramm Blumenkohl entsprechen 102 Kilojoule. Blumenkohl enthält viel Vitamin C und Kalium.

Lagerung:
Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Kopf dicht geschlossene Röschen hat. Mit Blättern hält sich der Blumenkohl länger. Wird der Kopf für vier Minuten oder einzelne Röschen für zwei Minuten blanchiert, hält sich Blumenkohl tiefgekühlt für acht bis zehn Monate.

Brokkoli Wegen seiner Farbe, Zartheit und des würzigen Geschmacks wird der Brokkoli auch Spargelkohl genannt. Man erhält ihn in grünen und - seltener - auch weißen, gelben und violetten Sorten. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten ist Brokkoli wie sein direkter Verwandter Blumenkohl frostempfindlich.

Saison:
Die Brokkoli-Saison beginnt im August und endet im Oktober.

Nährwert:
100 Gramm Brokkoli entsprechen 106 Kilojoule. Brokkoli enthält viel Vitamin C, Eisen, Kalium und in den Blättern Vitamin A.

Lagerung:
Brokkoli sollte immer kühl aufbewahrt werden, blanchiert und eingefroren ist Brokkoli bis zu einem Jahr haltbar. Überlagerter Brokkoli bekommt einen gelblichen Schimmer.

Chinakohl Der Chinakohl, auch Pekingkohl genannt, ist nicht mit einheimischen Blatt- und Kopfkohlarten verwandt. Man unterscheidet längliche Sorten mit blassen bis gelblich-grünen, leicht zerknitterten, weiß geäderten Blättern und runde helle Köpfe.

Saison:
Die Chinakohl-Saison ist zwischen August und November.

Nährwert: 100 Gramm Chinakohl entsprechen 65 Kilojoule. Der Gehalt an B-Vitaminen, Kalium und Kalzium ist besonders hoch.

Lagerung:
Im Gemüsefach hält sich Chinakohl etwa eine Woche.

Zubereitung:
Chinakohl verströmt beim Kochen keinen Kohlgeruch und hat kaum Eigengeschmack. Wegen seiner kurzen Garzeit eignet sich der Chinakohl besonders für schnelle Gerichte, zum Beispiel aus dem Wok.

Garzeit:
Chinakohl hat eine Garzeit von etwa fünf Minuten.

Getreide Getreide zählte bereits 10.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Menschen. Es enthält in der Regel 8 bis 15 Prozent Eiweiß und relativ wenig Fett, welches sich vor allem im Keim konzentriert und aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren besteht.

Getreide enthält kein Cholesterin, da es ein pflanzliches Lebensmittel ist, aber reichlich Kohlenhydrate, etwa 60 bis 80 Prozent, die vorwiegend aus Stärke bestehen. Die wichtigsten Mineralstoffe im Getreide sind Eisen, Phosphor, Magnesium und Zink. Getreide ist reich an Vitaminen des B-Komplexes, der Keim enthält vorwiegend Vitamin E.

Mais und Buchweizen sind ideale Getreide für Menschen mit einer Allergie gegen glutenhaltige Getreide wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel und Grünkern. Hirse hat einen hohen Selengehalt, einen ausgleichenden Effekt auf das Nervensystem, wirkt in der Schwangerschaft und nach Erkrankungen stärkend auf den gesamten Körper.

Gerste ist gut für das Verdauungs- und Nervensystem und hilft bei Schlaflosigkeit und Durchfall. Hafer wirkt harntreibend und ist besonders eisenreich. Reis ist in der Vollkornvariante besonders ballaststoffreich. Weizen enthält Enzyme, die verdauungsfördernd sind und Verdauungsbeschwerden lindern.

Grünkohl Der Grünkohl, auch Braunkohl genannt, ist die ursprünglichste Kohlform. Seine tiefgrünen, krausen Blätter bilden keinen Kopf. Wegen seiner Anspruchslosigkeit ist er bei Landwirten sehr beliebt. Der hierzulande angepflanzte Grünkohl wird meist nach dem ersten Frost geerntet, weil dann der Speicherstoff Stärke in Zucker umgewandelt wird und der Kohl besonders schmackhaft ist.

Saison:
Grünkohl hat seine Saison von Oktober bis April.

Nährwert:
Grünkohl ist der nährstoffreichste Kohl: 100 Gramm Grünkohl entsprechen 104 Kilojoule. Grünkohl enthält viel Kalzium sowie die Vitamine des B-Komplexes und Vitamin C.

Lagerung:
Werden die Blätter zwei Minuten in kochendem Wasser blanchiert und tief kühlt, ist Grünkohl acht bis zehn Monate haltbar.

Zubereitung:
Die einzelnen Blätter werden vom holzigen Strunk getrennt und die harten Bestandteile entfernt. Welke Blattstellen sollten herausgeschnitten werden.

Garzeit:
Grünkohlstreifen sind nach zehn Minuten zartgekocht.

Gurken Gurken haben einen sehr hohen Wasseranteil. Sie wirken harntreibend, entzündungshemmend und unterstützen den Abfluss von Harnsäure. Am besten wählt man grüne, feste, mittelgroße Gurken, die keine gelblichen Stellen aufweisen. Je größer die Gurke, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bitter schmeckt.

Gurken sind sehr erfrischend, reich an Kalium, Jod, Mangan, Schwefel sowie den Vitaminen A, B und C. Sie sollten möglichst mit der Schale gegessen werden. Gurkenscheiben oder -saft helfen äußerlich angewendet bei Hautentzündungen und versorgen die Haut mit Feuchtigkeit.

Der Verzehr von Gurken wirkt positiv auf Knochen- und Gelenkerkrankungen wie Gicht und Rheuma sowie auf Dickdarmkatarrh und Geschwüre. Menschen mit empfindlichem Darm vertragen kernlose, ausgehöhlte Gurken meist besser.

Hülsenfrüchte Hülsenfrüchte sind aufgrund ihres hohen Nährstoffgehalts ein wichtiges Nahrungsmittel, besonders in Afrika, Amerika und Asien.

Sie enthalten sehr hohe Mengen an Ballaststoffen und viele Mineralstoffe wie Folsäure, Kalium, Eisen und Magnesium. Hülsenfrüchten allgemein wird eine krebshemmende Eigenschaft zugeschrieben.

Soja ist ein traditionelles Lebensmittel der östlichen Küche. Seine Sprossen wirken entzündungshemmend, helfen bei Magenproblemen und lindern rheumatische Beschwerden. Bohnen sind reich an Kohlenhydraten, Nähr- und Ballaststoffen. Daher wirkt sich der Verzehr positiv auf die Verdauung aus.

Auch Erdnüsse sind ballaststoffreich und weisen darüber hinaus einen hohen Gehalt an Niacin, Magnesium und Kalium auf. Linsen, ebenso wie Erbsen, sind sehr nahrhaft und regulieren die Dickdarmfunktion. Sie wirken cholesterinsenkend und sind ein wertvolles Lebensmittel in der Schwangerschaft.

Kartoffeln Kartoffeln stammen ursprünglich aus Südamerika. Sie werden ausschließlich gegart gegessen, da sie zu etwa 20 Prozent aus unverdaulicher Stärke bestehen, die erst durch den Garprozess genießbar wird.

Kartoffeln werden auch die Zitronen des Nordens genannt, da sie reich an Vitamin C und Vitamin B sind. An Mineralstoffen sitzen in der Kartoffel vor allem Folsäure, Kupfer, Phosphat, Kalium und Schwefel. Kartoffeln enthalten kaum Fett, wenig Eiweiß, reichlich Kohlenhydrate und Ballaststoffe.

Bei Insektenstichen, Ekzemen, verbrannter Haut oder Furunkeln verschafft der Saft oder Brei von rohen Kartoffeln direkt auf die Haut aufgetragen Linderung. Kartoffeln mit grünen bis dunklen Stellen oder solche, die gekeimt haben, entwickeln ein Gift, das Solanin, und sind deshalb nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Knoblauch Knoblauch, auch Knobloch oder Knofel genannt, wird seit mehr als 5.000 Jahren angebaut und wurde schon im 16. Jahrhundert von den Mönchen als Heilmittel gegen die Pest eingesetzt. Der grüne Keimling im Innern der Zehe wird entfernt, da er den Knoblauch schwer verdaulich macht.

Knoblauch enthält verschiedene Schwefelkomponenten, sein Hauptinhaltsstoff jedoch ist ein flüchtiges Öl, das Allicin. Dieses Öl reguliert die Blutgerinnung, verhindert die Verdickung des Blutes und löst bereits vorhandene Klümpchen auf. Außerdem sorgt Knoblauch für eine verminderte Cholesterinproduktion in der Leber und bewirkt gleichzeitig, dass Cholesterin vermehrt abgebaut wird.

Dadurch wird Knoblauch zu einem unterstützenden Heilmittel für Menschen, die an zu hohem Blutdruck leiden, thrombosegefährdet sind oder mit Herz- und Kreislaufproblemen zu kämpfen haben. Der Wirkstoff Allicin wirkt außerdem stark antibakteriell und pilztötend.

Knoblauch reguliert das Gleichgewicht der Darmbakterien, hilft bei Parasiten und Darmwürmern. Roh gegessen ist es ein gutes Mittel bei Erkältung und Erkrankungen der Atemwege.

Karotte Die medizinischen Eigenschaften der Karotte, auch Mohrrübe oder Möhre genannt, waren schon den alten Griechen und Römern bekannt. Sie enthalten Provitamin A, Folsäure, Kalium, Eisen, Magnesium, Mangan, Kupfer, Schwefel und Pektin. Deshalb gehören sie mit zu den wertvollsten Gemüsearten.

Karotten besitzen einen hohen Flüssigkeits- und Pflanzenfaseranteil, der verdauungsfördernd wirkt und bei Verstopfung Linderung bringt. Ihre wasserbindenden Eigenschaften machen sie zu einem guten Mittel gegen Durchfall. Rohe Karotten verhindern die Aktivität von Salmonellen und senken damit das Risiko, an einer Lebensmittelvergiftung zu erkranken.

Karotten wirken gegen chronische Müdigkeit, Anämie, Immunschwäche, Magengeschwüre und Darmprobleme. Sie fördern außerdem bei stillenden Müttern die Milchbildung.

Durch seine wichtigen Inhaltsstoffe ist Karottensaft besonders wertvoll für kleine Kinder. Karotten helfen, Lungenkrebs und anderen Krebsformen vorzubeugen, wirken der Fettablagerung in den Arterien entgegen, stärken das Immunsystem und verhindern auch eine Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut. Das Auftragen von Karottensaft auf die Haut lindert Ekzeme und Akne. Damit das Provitamin A der Karotte in Vitamin A umgewandelt werden kann, muss zur Karotte eine kleine Menge pflanzliches Fett, zum Beispiel aus Sonnenblumenöl oder Kürbiskernen gegessen werden.

Lauch Lauch, auch als Porree, Breitlauch oder Welschzwiebel bezeichnet, gehört wie Knoblauch und Zwiebeln zur Familie der Zwiebelgemüse.

Lauch ist zarter und milder im Geschmack als die Zwiebel. Durch seinen Gehalt an Vitamin B und C sowie den Mineralstoffen Kalzium, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphat, Kalium und Silizium bewirkt Lauch eine harntreibende, abführende und antiseptische Wirkung. So ist er ein ideales Heilmittel für den Verdauungstrakt aber auch für Knochen- und Gelenkerkrankungen, wie Gicht oder rheumatoider Arthritis.

Lauchsaft kann äußerlich bei Abszessen, Hautentzündungen, Stichen und Bissen angewendet werden. Lauch, der mindestens 24 Stunden in Essig eingelegt wurde, wirkt gegen Hornhaut und Hühneraugen, wenn der Saft über Nacht auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Lauch kann bei Menschen mit empfindlichem Darm Beschwerden hervorrufen.

Olive Die Olive zählt zu den ältesten Pflanzen des Mittelmeerraums. Ihre Substanzen regulieren den Cholesterinspiegel im Blut und verringern das Risiko von Herzkranzgefäßerkrankungen, Arterienverkalkung und Bluthochdruck.

Oliven enthalten die Vitamine A und E, Kalium, Phosphat, Mangan, Magnesium, Olein- und Linolensäure. Sie sind besonders gut geeignet bei Verstopfung und Gallensteinen. Schwarze Oliven sind leichter verdaulich als grüne und haben einen höheren Gehalt an Vitaminen und Antioxidanzien wie die Vitamine A, C, E und Beta-Karotin.

Das Öl der Olive ist ein wirksames Mittel bei Psoriasis, trockener Haut und Ekzemen. Olivenöl wird seit alters her auch für kosmetische Zwecke verwendet, zum Beispiel zur Haarkur oder in Badezusätzen. Bereits Cleopatra schätzte das Bad in Olivenöl und Milch.

Pastinake Die Pastinake, auch Hammelmöhre oder Moorwurzel genannt, zählte bis Mitte des 18. Jahrhunderts zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln in Deutschland.

Die Einführung der Kartoffel und der Karotte verdrängte sie dann langsam aus deutschen Kochtöpfen. In den letzten Jahren erlebt sie, ausgehend von der Bio-Küche, eine Renaissance und ist mittlerweile während der Saison von September bis Februar wieder überall auf den Wochenmärkten zu finden.

Die weiß- bis cremefarbene Wurzel riecht ähnlich wie Sellerie und schmeckt fein würzig-nussig, dabei leicht süßlich. Man bereitet sie wie Karotten zu, kann sie aber auch wie Kartoffeln in der Pfanne braten. Sie enthalten viel Vitamin A und C.

Paprika Paprika stammt ursprünglich aus Lateinamerika. Die verschiedenen Farben der Paprika spiegeln den Zeitpunkt der Reife wieder.

Grüne Paprika werden früh geerntet und schmecken bittersüß bis würzig. Mit zunehmender Reife werden die grünen Schoten rot oder gelb und schmecken angenehm süßlich. Paprika ist reich an den antioxidativen Vitaminen A, C und E. Rote Paprika enthält doppelt so viel Vitamin A und C wie grüne Paprika.

Paprika wirkt gegen rheumatische Erkrankungen, Durchfall, Blähungen und Verdauungsstörungen. Menschen mit empfindlichem Darm vertragen Paprika meist besser, wenn er gegart ist oder vor dem Verzehr gehäutet wurde. Chili- und Pfefferschoten enthalten Capsaicin, ein Alkaloid, welches für die brennende Schärfe, einen vermehrten Speichelfluss und die verdauungsfördernde Wirkung verantwortlich ist.

Den brennend, scharfen Geschmack im Mund kann man mildern, wenn etwas Joghurt, Brot oder gekochter Reis dazu gegessen wird. Wasser hilft nicht, denn das Capsaicin ist öl-, aber nicht wasserlöslich.

Petersilienwurzel Die würzig-herb schmeckende Petersilienwurzel oder Wurzelpetersilie stammt aus dem südöstlichen Mittelmeerraum.

Als typisches Wintergemüse wird sie ab Oktober auf den Märkten angeboten. Sie sieht der Pastinake sehr ähnlich.

Die weißfleischige Wurzel lässt sich, geschält und gekocht oder gedünstet, zum Beispiel zu feinen Pürees oder schmackhaften Suppen verarbeiten. Gedünstet schmeckt die Petersilienwurzel besonders gut, wenn sie mit Waldhonig glaciert und mit etwas Weißweinessig abgeschmeckt serviert wird. Die Blätter der Petersilienwurzel können übrigens wie die der glatten Blattpetersilie verwendet werden.

Rosenkohl Der Rosenkohl stammt ursprünglich aus Belgien, wo er seit Ende des 18. Jahrhunderts angepflanzt wird. Er ist eng mit dem Wirsing verwandt. Eine Pflanze trägt bis zu hundert Röschen. Man unterscheidet die hellen, frühen und mittelfrühen Sorten von den dunklen, späten Sorten.

Saison:
Die Rosenkohlsaison beginnt im November und endet im Februar.

Nährwert:
100 Gramm Rosenkohl entsprechen 131 Kilojoule. Rosenkohl enthält viel Vitamin A und C, und ist reich an Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium.

Lagerung:
Rosenkohl bleibt im Gemüsefach bis zu fünf Wochen frisch. Blanchiert und tiefgefroren hält er sich neun bis zwölf Monate.

Zubereitung:
Vor dem Kochen Röschen putzen und äußere welke oder lose Blätter entfernen. Man sollte Rosenkohl stets in gesalzenem Wasser aufkochen und in frischem Wasser abkühlen lassen. Rosenkohl schmeckt herb und lässt sich daher gut mit Nüssen kombinieren.

Garzeit:
Die kleinen Strünke kreuzweise einschneiden, damit sich die Garzeit verkürzt. Der Rosenkohl ist dann nach zehn bis fünfzehn Minuten Kochen in sprudelndem Wasser gar.

Rotkohl Rotkohl, in Süddeutschland auch Blaukraut genannt, wird hierzulande erst seit dem 18. Jahrhundert angebaut. Er ist mit dem Weiß- und Spitzkohl sowie dem Wirsing verwandt und wird traditionell auch zu Festtagen gegessen.

Saison:
Die Rotkohl-Saison dauert von August bis April.

Nährwert:
100 Gramm Rotkohl entsprechen 86 Kilojoule. Rotkohl ist reich an Vitamin C, Kalium, Kalzium und Provitamin A.

Lagerung:
Blanchiert und tiefgekühlt ist Rotkohl bis zu sechs Monate haltbar.

Zubereitung:
Der rote Farbstoff des Rotkohls, Anthozyan, färbt leicht ab. Deshalb sollte man vor dem Schneiden die Hände anfeuchten. Durch einen Schuss Essig im Kochwasser bleibt die Farbe erhalten. Kalkhaltiges Wasser färbt den Kohl bläulich. Rotkohl eignet sich hervorragend für Salate, sollte aber nicht in Suppen verwendet werden, da er diese grau färbt. Garzeit: Blätter sind nach zehn Minuten in kochendem Salz- und Essigwasser gar, ganze Köpfe nach etwa einer halben Stunde.

Salat Weltweit gibt es mehr als 1.000 Sorten Salatpflanzen. Dem Salat wird nachgesagt, er sei appetitanregend. Deshalb wurde er schon im Mittelalter als Vorspeise zu den Mahlzeiten gereicht.

Weil Salat ballaststoffreich ist, fördert er die Verdauung. Zum größten Teil besteht er aus Wasser und ist deshalb sehr kalorienarm. Salat ist reich an den Vitaminen A, C, D, E und Folsäure, außerdem enthält er Mineralstoffe wie Eisen, Mangan, Kalium und Zink.

Der Kopfsalatsamen ist medizinisch gesehen der wertvollste Teil der Pflanze. Der Sud der abgekochten Samen hilft bei krampfartigem Husten, Asthma, Bronchitis und bei Schlaflosigkeit.

Krauser Blattsalat ist zusätzlich ein gutes Mittel bei Verstopfung oder Lebensmittelvergiftungen. In Frankreich gilt gedünsteter Kopfsalat als Delikatesse.

Schwarzwurzel Die Schwarzwurzel, auch Winterspargel genannt, kommt ursprünglich aus Spanien. Lange Zeit war die wild wachsende Schwarzwurzel nur als Heilpflanze bekannt, die gegen Pest und Schlangenbisse wirken sollte.

Erst etwa ab 1700 wurde die Wurzel als Gemüse kultiviert und verbreitete sich dann rasch in ganz Europa. In Deutschland wird sie heute noch vergleichsweise wenig angebaut, meist stammt das hiesige Angebot aus Belgien und Holland. Frische Ware ist von Ende September bis Ende März erhältlich. Der Geschmack der zarten, weißfleischigen Schwarzwurzel erinnert an Spargel, ist allerdings viel kräftiger und dabei herb-säuerlich. Ihre Schale ist braun bis schwarz, beim Schälen tritt ein weißer, rahmartiger Saft aus, der sich an der Luft schnell braun verfärbt.

Schwarzwurzeln werden zuerst unter fließendem Wasser mit einer Bürste gesäubert, anschließend mit einem Sparschäler geschält. Schützen Sie dabei Ihre Hände mit Gummihandschuhen vor dem klebrigen Milchsaft. Legen Sie dann die Schwarzwurzeln sofort in Essigwasser, damit sie weiß bleiben. Am besten dünstet man sie als ganze Stangen etwa 30 Minuten in Salzwasser, Essig und etwas Butter. Man kann sie aber auch roh als Salat zubereiten, zum Beispiel gerieben mit etwas Zitronensaft, Öl, Petersilie und einem Hauch geriebenen Meerrettich.

Schwarzwurzeln haben einen hohen Nährwert. Sie sind zwar nicht besonders vitaminreich, enthalten jedoch viel Phosphor, Eisen und leicht verdauliche Kohlenhydrate.

Avocado Sellerie ist ein Doldengewächs mit einem starken, aromatischen Geruch. Sellerie hilft bei Verdauungsstörungen und Appetitmangel.

Er ist reich an den Vitaminen A, B und C, außerdem an Kalzium, Magnesium, Mangan, Kalium und einem essenziellem Öl, das die Nierenfunktion unterstützt und dadurch harntreibend wirkt.

Die Wirkstoffe bleiben am besten erhalten, wenn man den Sellerie roh verzehrt, beispielsweise geraspelt im Salat. Sellerie-Saft, aus frischen Sellerieknollen gepresst, wirkt außerdem nervenstärkend, antiseptisch, hilft bei Halsschmerzen und Mundentzündungen.

Der Verzehr wirkt Fettstoffwechselstörungen entgegen, senkt den Cholesterinspiegel und verringert das Risiko von Darmkrebs. Da der Sellerie sehr wenig Kalorien enthält, ist er ein idealer Bestandteil für eine Ernährung zur Gewichtsreduzierung. Ob regelmäßiger Verzehr von Sellerie die männliche Potenz fördert, ist medizinisch nicht erwiesen.

Spargel Spargel ist eine ausgezeichnete Quelle für Folsäure. Er sollte immer bissfest gekocht werden, damit er nicht an Geschmack und Nährwerten verliert.

Spargel ist auch roh oder geraspelt eine Delikatesse in jedem Salat. Er ist reich an den Vitaminen A, B1, B2 und C und enthält außerdem Kupfer, Fluoride, Mangan, Schwefel, Asparagin und Purine. Gichtpatienten sollten Spargel nicht als Hauptmahlzeit verzehren, da die Purine ihre Beschwerden verschlimmern können.

Spargel wirkt harntreibend, hat sehr wenig Kalorien und durch seinen hohen Ballaststoffanteil eine wohltuende Wirkung auf den Verdauungstrakt. Er ist ein gutes Mittel bei Verstopfung und wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus, speziell bei Bluthochdruck, Arterienverkalkung oder Fettstoffwechselstörungen.

Spinat Roher Spinat ist reich an Folsäure, Vitamin A und C, Beta-Karotin, Kalium, Magnesium und Zink. Der Eisengehalt in Spinat liegt nicht höher als in anderen Gemüsesorten. Vor Jahren sind lediglich die Kommastellen der Angaben verrutscht, so dass Spinat über Jahrzehnte als das eisenreichste Gemüse galt.

Spinatblätter können als Packung bei Verbrennungen und Ekzemen gute Dienste leisten. Spinat enthält viel Oxalsäure. Isst man zu viel Spinat, kann sie die Aufnahme von Kalzium im Körper hemmen.
Spinat schmeckt besonders gut in Kombination mit Knoblauch und Muskat.

Steckrüben Von Steckrüben - andere Namen sind Kohlrüben, Erdrüben oder Bodenkohlrabi - werden nur die bis zu 1,5 Kilogramm schweren, runden Wurzelknollen verwendet. Die Steckrübe hat eine dicke rötliche Schale und weißliches bis orangefarbenes Fleisch mit einem angenehm herbsüßen Geschmack.

Sie ist seit dem Altertum bekannt und wird heute weltweit in allen gemäßigten Klimazonen angebaut. In Notzeiten dienten Steckrüben häufig als die letzte Nahrungsreserve, was ihnen hierzulande besonders nach dem Zweiten Weltkrieg einen schlechten Ruf eingebracht hat. Mittlerweile wird das nahrhafte Gemüse jedoch wieder geschätzt. Es ist wegen seines hohen Gehalts an Kalzium, Vitamin B und C wertvoll.

Steckrüben werden großzügig geschält, gewaschen und meist in dicke Stifte oder Würfel geschnitten und anschließend 30 bis 45 Minuten in Salzwasser gekocht oder mit Fett und Flüssigkeit gedünstet. Besonders gut schmecken sie zum Beispiel als Püree, verfeinert mit Sahne und Muskatnuss, in Aufläufen oder als Eintopf zum Beispiel mit Hähnchenfleisch, Curry, Ingwer und Kokosmilch.

Tomaten Lange Zeit für giftig gehalten, wird die Tomate heute weltweit als Hauptbestandteil vieler Gerichte geschätzt.

Sie enthält die Vitamine A, B, C und Folsäure. Neben den Vitaminen enthält die Tomate verschiedene Spurenelemente und Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Mangan und Kupfer.

Tomaten unterstützen den Abfluss der Harnsäure und können so die Bildung von Harnsäurekristallen reduzieren. Sie vermindern das Risiko einer Entzündung im Verdauungsapparat, speziell der Gallenblase und die Bildung von Gallensteinen. Tomaten sind ein gutes Mittel gegen Verstopfung und sorgen somit für eine gesunde Darmflora.

Viele Tomaten sind heute leider nicht mehr besonders vitamin- und mineralstoffreich, da sie in Treibhäusern zu schnell herangezogen oder gentechnisch verändert wurden. Biologisch angebaute Tomaten sind als Heilmittel wesentlich wirkungsvoller und daher zu empfehlen.

Tomaten sollten immer bei Zimmertemperatur gelagert werden, da sie dann zusätzliches Aroma entfalten.

Topinambur Topinambur, auch Erdbirne oder Indianerkartoffel genannt, stammt ursprünglich aus Südamerika und ist in Europa etwa seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Es gibt weiße, gelbe, rote und rotviolette Sorten.

Die Knollen wirken kartoffelähnlich, sind aber wie Birnen geformt. Sie haben eine dünne Schale und schmecken herb-süßlich. Frisch sind sie ab Ende Oktober erhältlich - hierzulande vor allem aus ökologischem Anbau, denn es waren Biobauern, die sie in den letzten Jahren wiederentdeckt haben.

Man wählt junge, nicht zu große Knollen, die am besten gleich verbraucht werden, denn sie lassen sich nicht gut lagern. Topinambur wird dünn geschält, in Streifen oder Würfel geschnitten und anschließend gedünstet oder 20 bis 30 Minuten in Salzwasser gekocht. Das leckere Knollengemüse eignet sich als Gemüsebeilage, als Püree, für Aufläufe und Suppen sowie roh und fein gehobelt in Salaten.

Topinambur ist reich an Vitamin C und B, verträgt sich gut mit Kartoffeln, gilt aber auch als kalorienarme Kartoffel-Alternative.

Das Avocadofett wird zur Gewinnung von Speiseöl und für kosmetische Zwecke verwendet. Avocados verhindern die Bildung von verschiedenen Bakterien im Darm und helfen bei der Regulierung des Cholesterinhaushalts. Zerdrückte Avocados können auf das Gesicht aufgetragen werden und wirken so ideal gegen Hauttrockenheit.

Weißkohl Weißkohl stellt den Großteil des in Deutschland angebauten Kohls dar und gehört deshalb zu den preiswertesten Sorten.

Saison:
Weißkohl ist von Juli bis März erhältlich. Eine jahreszeitlich frühe Variante ist der Spitzkohl, der von Juni bis September gekauft werden kann.

Nährwert:
100 Gramm Weißkohl entsprechen 87 Kilojoule. Er enthält Vitamin C, Provitamin A , Kalium und Kalzium.

Lagerung:
Weißkohl hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks oder an kühlen Orten mehrere Tage. Blanchiert und tiefgekühlt ist er bis zu sechs Monate haltbar. Zur längeren Lagerung wird Weißkohl traditionell zu Sauerkraut verarbeitet.

Zubereitung:
Vor dem Kochen sollte man den Strunk entfernen, weil er durch seinen hohen Schwefelgehalt den charakteristischen Kohlgeruch verursacht. Er kann als Rohkost gegessen werden. Weißkohl bläht. Wenn man Kümmel und Wacholder als Gewürze verwendet, wird er leichter verdaulich. Geriebene Äpfel oder Apfelsaft mildern das Aroma. Besonders beliebt ist die Zubereitung des Weißkohls als Sauerkraut. Die Säure entsteht durch bestimmte Bakterien, die den Pflanzenzucker beim Gären in Milchsäure umwandeln. Die natürliche Ansäuerung macht Sauerkraut lange haltbar. Sauerkraut wird bekömmlicher, wenn man Kartoffeln dazu isst, denn diese binden überschüssige Säure im Magen.

Garzeit:
Blätter sind nach zehn Minuten in kochendem Wasser gar, ganze Köpfe - je nach Größe - nach einer halben Stunde.

Wirsing Der Wirsing stammt ursprünglich aus dem Südosten Frankreichs und Norditalien. Wirsing ist widerstandsfähiger als Rot- und Weißkohl sowie feiner und aromatischer im Geschmack. Man unterscheidet frühe und mittelfrühe Sorten mit kleinen Köpfen und dunkle Wintersorten.

Saison:
Die Wirsingsaison beginnt im Juli und endet im März.

Nährwert:
100 Gramm Wirsing entsprechen 109 Kilojoule. Wirsing hat einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C und den Mineralien Magnesium und Kalium.

Lagerung:
Wirsing hält sich mehrere Tage im Gemüsefach und ist nach zwei Minuten Blanchieren für acht bis zehn Monate im Tiefkühlfach haltbar.

Zubereitung:
Die groben Außenblätter des Wirsings sollten entfernt und der Strunk herausgeschnitten werden.

Garzeit:
Es reicht, die zarten Blätter des Wirsings mit Salzwasser zu überbrühen. Ganze Köpfe müssen für etwa eine halbe Stunde gedämpft werden.

Zucchini Zucchini sind frühreif geerntete Markkürbisse. Kleine Zucchini sind geschmackvoller als größere. Sie sind reich an Vitamin A, B, C und den Mineralstoffen Kalium, Zink, Magnesium, Phosphat und Karotin.

Auf Grund ihres niedrigen Kohlenhydrat- und fehlenden Fettgehaltes sind Zucchini ein ideales, vielseitiges Gemüse für eine kalorienarme Ernährung. Sie haben eine positive Wirkung auf den Verdauungsapparat, denn sie wirken Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Katarrh entgegen.

Zucchinis können leicht abführend wirken, sind harntreibend und helfen bei Blasen- und Nierenentzündungen. Auch bei Schlaflosigkeit ist der Verzehr von Zucchini empfehlenswert.

Sie können roh, beispielsweise als Salat, gedünstet oder sogar als Zutat im Kuchen gegessen werden. Bei Entzündungen oder Abszessen wird der Saft oder das zerdrückte Fleisch der Zucchini auf die Haut aufgetragen. Vermischt mit Heilerde ergibt das zerdrückte Fruchtfleisch eine Schönheitsmaske.

Zucchini werden mit ihrer Schale verzehrt und sind auch für Menschen mit empfindlichem Magen oder Darm sehr gut verträglich.

Zwiebel Die Küchenzwiebel zählt zu den ältesten Gemüsesorten. Zwiebeln gehören zu den pflanzlichen "Antibiotika" und werden seit jeher als Heilmittel verwendet.

Sie sind reich an Vitamin A, B, C, enthalten Magnesium, Phosphat, Kalium, Schwefelverbindungen, Flavonoide wie Quercetin und essentielles Öl.

Zwiebeln haben eine harntreibende, antibiotische sowie pilztötende Wirkung und verhindern die Einlagerung von Flüssigkeit im Körper. Zwiebeln sind das ideale Lebensmittel, um sowohl das Verdauungs- als auch das Kreislaufsystem anzuregen und zu unterstützen. Sie sind ein gutes Heilmittel bei Knochen- und Gelenkerkrankungen wie Rheuma, bei Arterienverkalkung und Durchfall. Sogar bei Menstruationsbeschwerden sind die würzigen Knollen hilfreich.

Zwiebeln können das Tumorwachstum reduzieren, begünstigen eine Senkung des Cholesterinspiegels und wirken der Bildung von Blutgerinnseln entgegen. Ihr Saft hilft auch bei Husten, Erkältung und Grippe. Zwiebeln können roh gegessen werden. Ihr frischer Saft, aufgetragen auf die Haut, hilft auch bei Insektenstichen, Warzen und Furunkeln.

Gemüsezwiebeln sind weniger scharf und für Menschen mit empfindlichem Magen oder Darm als gekochte Variante eher empfehlenswert, als rohe und kleine Zwiebelsorten.